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Zensus 2011

Der Zenus zieht durchs Land. Der Zensus erfasst, wertet aus, speichert ab. Sicherheit steht an erster Stelle und das Gemeinwohl und wohlbefinden steht hier an erster Stelle. Die Argumentation so stichhaltig, wie die der Automobilindustrie zum Tempolimit. Zensus schafft Studienplätze. Somit: Ohne Zenus zuwenig freie Plätze. Tempolimit vernichtet ja bekanntlich auch Arbeitsplätze in der Automobilindustrie. (Frei nach Pispers)

Diese Zusammenhänge können wir, als strahlender Genmüll und Teil der degenierierten Gesellschaft gar nicht greifen. Hätte es vor gut 20 Jahren eine Volkszählung gegeben … Was meint Ihr, was da los gewesen wäre … Sowas hätte man sich damals nicht gefallen lassen.

Nachtrag:

Erste Sicherheitslücken aufgetaucht!
http://t.co/DxAGqMd
Via: TAZ

Nachtrag II:

NPD stellt angeblich Türklingel-Schergen

http://is.gd/S6kIoI
Via @zensus11

Anbei der Fragebogen und wie ich Ihn beantworten werde:

1. Vorname, Nachname
– Steht auf meiner Schelle. Lesen, Abschreiben – Fertig.

2. Straße, Hausnummer, PLZ, Ort
– Was schätzen Sie, wo Sie sich grade befinden? Oder anders, WIE haben Sie den Weg hierher gefunden?

3. Telefonnummer
– Können Sie die Frage bitte wiederholen?

4. Welches Geschlecht haben Sie?
– Zu welcher Zeit?

5. Wann wurden Sie geboren?
– Sie fragen aufgrund des geschichtlichen Kontext?

6. Welche Staatsangehörigkeit haben Sie?
– Mensch

7. Welcher Religionsgesellschaft gehören Sie an?
– *psssst* Das darf ich nicht sagen

8. Zu welcher Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung bekennen Sie sich?
– Glauben Sie wirklich, dass wir beide soviel Zeit haben, diese komplexe Materie hier zu erfassen? Es begann vor 16000 Jahren auf dem Planeten …

9. Welchen Familienstand haben Sie?
– Das kommt drauf an, welche meiner „Damen“ Sie fragen.

10. Wohnen Sie in Ihrer Wohnung mit einem Partner in einer Lebensgemeinschaft zusammen, die weder Ehe noch eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft ist?
– Weder noch … Zumindest nicht hier …

11. Wie viele Personen leben insgesamt in Ihrer Wohnung?
– Meinen Sie mit „leben“ am Leben auch aktiv teilhaben? Und vorallem meinen Sie den Durchschnittswert aus einer Woche?

12. Bewohnen Sie eine weitere Wohnung in Deutschland?
– Wenn bewohnen für Sie „aufwachen“ ist, dann ja.

13. Hauptwohnsitz
– Shetland Island

14. Sind Sie nach 1955 in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugezogen?
– Vor

15. (Wenn ja) In welchem Jahr war das?
– Nach welcher Zeitrechnung? Wie Sie wissen begann alles vor 16000 Jahren … Planet undso

16. (Wenn ja) Aus welchem Staat sind Sie zugezogen?
– Siehe 15

17. Ist Ihre Mutter nach 1955 in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugezogen?
– Nein, vor

18. (Wenn ja) In welchem Jahr war das?
– Siehe 15

19. (Wenn ja) Aus welchem Staat ist Ihre Mutter zugezogen?
– Staat?

20. Ist Ihr Vater nach 1955 in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugezogen?
– Nein, vor …

21. (Wenn ja) In welchem Jahr war das?
– Sie kennen meine Antwort, oder?

22. (Wenn ja) Aus welchem Staat ist Ihr Vater zugezogen?
– Nochmal zum Mitschreiben „STAAT?!“

23. Waren Sie in der Woche vom 9. bis 15. Mai 2011 Schüler einer allgemeinbildenden Schule?
– Nein, aber letzte Woche.

24. (Wenn ja) Um welche Schule handelte es sich dabei (Schulform)
– War ja „nein“, ne …

25. (Wenn ja) Welche Klasse besuchten Sie?
– Siehe 24

26. Haben Sie einen allgemeinbildenden Schulabschluss?
– Mindestens

27. (Wenn ja) Welchen höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss haben Sie?
– Einen dem Ihren wohl weit, weit, weit, weit, weit, weit *stille*

28. Haben Sie einen beruflichen Ausbildungs- oder (Fach-)Hochschulabschluss?
– Und Sie so?

29. (Wenn ja) Welchen höchsten beruflichen Ausbildungs- oder (Fach-)Hochschulabschluss haben Sie?
– Die Uni Beyreuth verlieh mir einen Ehrendoktor …

30. Was trifft überwiegend auf Sie zu?

Ich bin erwerbs- bzw. berufstätig
– Ja

Ich bin Grundwehr-/Zivildienstleistender
– Wehrdienst *kicher*

Ich bin Schüler
– Werde es mein Lebenlang auch bleiben

Ich bin Student
– Studieren trifft es besser

Ich bin Rentner/Pensionär
– Nein

Ich lebe von Einkünften aus Kapitalvermögen, Vermietung oder Verpachtung
– Als was würden Sie Zuhälterrei bezeichnen? Vermietung/Verpachtung, oder?

Ich bin Hausfrau/Hausmann oder versorge Kinder und/oder pflegebedürftige Personen
– Hast Du mich grade „fett“ genannt?

Ich bin arbeitslos
– Wenn Sie mich so fragen, damals …

Keine der genannten Möglichkeiten
– In Summe haben Sie recht … Ja, doch …

31. Haben Sie eine bezahlte Tätigkeit bzw. einen Nebenjob von mindestens einer Stunde pro Woche?
– Ja, aber den versteuer ich nicht.

32. Sind Sie unbezahlt in einem Betrieb tätig, der von einem Familienmitglied geführt wird?
– Auch das …

33. Haben Sie auch in der Woche vom 9. bis 15 Mai mindestens eine Stunde eine bezahlte Tätigkeit ausgeübt?
– Nein, aber 6 Wochen danach.

34. (Wenn nein) Warum haben Sie diese Tätigkeit in der Woche vom 9. bis 15. Mai nicht ausgeübt?
– Ich hatte einfach keine Zeit

35. (Wenn nein) Wie lange dauert die Unterbrechung Ihrer Tätigkeit insgesamt?
– Bis ich erneut beginne.

36. (Wenn nein) Erhalten Sie als Arbeitnehmer eine Fortzahlung (Lohn, Gehalt oder staatliche Leistungen) von mindestens der Hälfte Ihres bisherigen Einkommens?
– Es sind 3 4/8 bitte kürzen Sie jetzt *auf die Uhr tippt*

37. Als was sind Sie tätig?
– Auch hierfür haben wir nicht ausreichend Zeit …

Angestellter

Arbeiter, Heimarbeiter

Auszubildender

Selbstständiger ohne Beschäftigte

Selbstständiger mit Beschäftigten

Mithelfender Familienangehöriger

Beamter, Richter, Dienstordnungsangestellter

Zeitsoldat, Berufssoldat

Grundwehrdienst- oder Zivildienstleistender

Nebenjobber, 1-Euro-Jobber

– In Summe liegt die Wahrheit irgendwo zwischen Ihren Zeilen. Weit gestreut und bunt gefächert.

38. An welchem Arbeitsort sind Sie überwiegend tätig?
– Sie meinen den wissenschaftlichen Begriff der „Gleichzeitigkeit“?

39. Bitte geben Sie Postleitzahl und Ort Ihres überwiegenden Arbeitsortes an.
– 90210

40. Haben Sie in den letzten vier Wochen etwas unternommen, um Arbeit zu finden?
– Ich unternehme soviel um Arbeit zu suchen.

41. Könnten Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen eine bezahlte Tätigkeit aufnehmen?
– Fragen Sie, weil das da so steht?

42. Haben Sie früher schon einmal gegen Bezahlung gearbeitet?
– Stets

43. Als was waren Sie zuletzt tätig?
– Auch hier fehlt uns die Zeit.

44. Bitte ordnen Sie den Betrieb, in dem Sie tätig sind, einer Branche/einem Wirtschaftszweig zu.
– Entschuldigung?

45. Bitte geben Sie an, welchen Beruf/welche bezahlte Tätigkeit Sie ausüben. (z.Bsp. Blumenverkäuferin)
– Blumenverkäuferin passt gut

46. Um die Einordnung Ihrer Tätigkeit zu erleichtern, geben Sie bitte zusätzliche Erläuterungen in Stichworten an. Falls Sie überwiegend Führungsaufgaben wahrnehmen, vermerken Sie dies bitte auch. (z.Bsp. Beratung, Verkauf, Verpacken von Pflanzen…)
– Passt: Beratung-Verkauf-Verpacken-von Pflanzen oder auch andersherum. Manchmal auch von jedem ein wenig dazu. Wissen Sie? Pflücken, verpacken, verkaufen, beraten, auspacken, wegpacken …

Fragebogen via N24-Online
Erstellt mit WP-Mobile


StEin(stein)zeit

Ich schalte gerne Licht an. Dabei fühle ich mich auch nicht wie ein potenzieller Mörder. Hat jemand hier Dürrenmatt –  Die Physiker gelesen – Vielleicht sogar mehr als nur „gelesen“ … Gar verstanden? Wurscht. Lassen wir diese Literaturbesprechung mal beiseite. Widmen wir uns der modernen StEinsteinzeit.

Die Kernfrage soll lauten: „Was passiert, wenn wir morgen global alle AKW abschalten?“ Suchen wir nach Antworten. Recherchieren wir einmal, den Energiemix aus Deutschland. Die Kernenergie fällt mit  ca. 15 – 20% ins Gewicht. Wenn wir großzügig sind, rechnen wir 25% als Anteil am Gesamtstrom. Dann haben wir fossile Brennstoffe (Steinkohle, Braunkohle, Mineralöl), welche den Löwenanteil von knapp 60% ausmachen. Der Rest verteilt sich auf Erdgas und erneuerbare Energien. Noch einmal die Kernfrage auf Deutschland bezogen: „Was passiert, wenn wir morgen alle heimischen AKW abschalten?“

Uns wirft der Übergang von 25% Kernkraft zu XY% erneuerbaren Energien zwar nicht direkt in die Steinzeit zurück – Trotzdem werden wir ca. 50 Jahre brauchen um hier auf dem gleichen Energiestand zu sein. Diese Variante kann also nicht funktionieren.

Vor 5 Jahren schrieb ich einen Artikel, welcher an meiner Uni publiziert wurde. Ich muss den dringend mal rausfischen. Damals wie heute aktuell der Titel: „Energie – Kalorien und Konzerne“ in dem besagten Artikel befanden sich u.a folgende Maßnahmen:

  • Wiedereröffnung der vorhandenen Zechen
  • Gerechnet nach Förderleistung im Intervall AKW abschalten
  • Massive Subventionen in heimische fossile Brennstoffe & erneuerbare Energien pumpen
  • Weiterbildung der im Bergbau Beschäftigten: Programm „Fit für EE“ (EE = Erneuerbare Energien)
  • Verpflichtung der Übernahme der im AKW beschäftigten Mitarbeiter
  • Staatlich verpflichtende Kostendeckung durch die AKW-Betreiber

Jetzt dürfen wir wählen: Setzen wir temporär auf CO2-Belastung mit der Option auf erreichbare EE-Werte, oder sind wir die totalen Umweltfreaks, die alles sofort abgeschaltet und sauber haben wollen?

Wie schaut es denn mit Europa aus? Wir haben da so einen Nachbarn. Dieser Nachbar schickt uns immer fleissig seinen Atommüll. Wenn bei ihm ein Kern schmilzt, dann haben wir natürlich auch was davon. Genauso hat er was davon, dass seine Emissionswerte explodieren werden, wenn wir auf fossile Brennstoffe setzen. Die Argumentation wird auf Sandkastenniveau geführt werden. „Du machst dreckige Luft – Ich mache dreckigen Müll.“

Es besteht zum Ausstieg aus der Kernenergie in Europa keine Einigkeit. Jedes Land und jede Lobby darf hier selber entscheiden. Die EU mischt sonst immer mit. Es mangelt nicht an Entscheidungsfähigkeit. Es mangelt an Sachverstand und Durchsetzungswillen. Europa als vereinte Nation in Konkurrenz zu den USA? Europa als starke Wirtschaftsmacht einig in Umweltfragen? Europa als Ansammlung hinein gezwungener Staaten? Europa als Staat zu begreifen gelingt sicher denen, die noch zwischen Ossis und „schon immer Deutsche“ unterscheiden.

Gut, die Kernfragen zu Deutschland und Europa sollten wir hier zum Teil entschieden haben. Kommen wir zum Globalen. Leider endet genau hier meine Vorstellungskraft. Um es mit Wittgenstein zu sagen:

Das Ende meiner Worte ist das Ende meiner Welt„.

 



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