Klargestellt E003 – Zeitgeist

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Über riotburnz

Podcaster & Produzent von: #totdialog #AmZapfhahn mit @illuminatus23 #Paperwald #Skeptotalk #BullShitDetector #Umgefragt #meh: Mit @kotzend_einhorn Zeige alle Beiträge von riotburnz

15 responses to “Klargestellt E003 – Zeitgeist

  • kraeuterzucker

    Gruselig. Zwar wirkt Franky wie ein netter Kerl, aber im Verlauf des Gesprächs zeigt sich für mich, wie ideologisch Zeitgeist zu sein scheint. JEDE Frage, die ihm nicht gefällt weicht er mit vielen blumigen Worten aus, fühlt sich offensichtlich angegriffen und unterstellt dem Fragenden irgendwelche böse Absichten. Er antwortet auf wiederholt gestellte geschlossene Fragen nicht mit einem klaren Ja oder Nein, sondern sondert irgendwelche Sprechblasen ab. Die Frage, ob er das Ganze wirklich glaubt, stellte sich bei mir auch recht schnell, wirkt Franky doch wie ein Pressesprecher, der scheinbar auf alles antworten möchte, aber möglichst Klarheit verhindert. Die enervierende Wiederholung von Wörtern wie “Open Source”, “Nachhaltigkeit” an unwichtigen Stellen tragen zu dem Eindruck bei.

    Aber ich habe auch einen gewichtigen Kritikpunkt an den Fragestellern: Ihr hinterfragt die “Fakten” überhaupt nicht, auf die Zeitgeist seine Theorie aufbaut, unendliches Geldwachstum etc.

  • klargestellt: drei mal Zeitgeist | Die Hörsuppe

    […] auch immer, die dritte Folge von Klargestellt ist draußen. Wer also keine Zeit hatte, live dabei zu sein, der kann jetzt […]

  • Eddgo

    Also ich musste nach ca. 20 min abschalten, weil ich das Geschwafel von Mr. Zeitgeist nicht mehr ertragen konnte. Konnte oder wollte sich Franky nicht auf das Gespräch vorbereiten oder warum ist das Gespräch so ein Fiasko ? Man sollte doch annehmen, dass man sich schon etwas reinhängtl, wenn man seine Bewegung repräsentieren will, oder ? Ich fands echt bedauerlich wie brainwashed er rüber kam.

  • kurt gödel

    Hallo,

    Sehr interessanter podcast, vielen dank Herr Burnz für die Energie die du in das Projekt steckst. Ich fande es sehr interessant mal die Argumentationslinie und Rhetorik eines “Zeitgeists” zu analysieren und fand es zwischenzeitlich sehr beängstigend wie faschistoid und demagogisch er denkt und argumentiert. Es ist der aufschlussreichste Blick hinter die Kulissen der Zeitgeist Bewegung im Deutschland den ich bis jetzt hatte. Schön wie er zwischendurch gegen die Wand fährt und sich immer wieder windet. Ihn einfach reden zu lassen und nur Impulse zu geben war das beste was du in der Situation machen konntest. Interessant wie er immer wieder sich vehement gegen den Sektenvorwurf wehrt und gleichzeitig versucht mit der klassischen Sektenrekrutierungsrethorik arbeitet. Leider macht ihn seine Rhetorik bzw die Zeitgeistrhetorik ihn sehr gefährlich gerade für verzweifelte Menschen daher ist die Aufklärung die du dir auf die Fahnen geschrieben hast sehr wichtig. Also genug des Lobes und weitermachen und vielleicht mal über ein neues Mikrofon nachdenken ;)

    lg Kurt

  • Patrick Breitenbach

    Das Wertesystem des Menschen hat sich in 100 Jahren nicht verändert??? Oh Weia, das wäre ja grauenhaft. Bitte nochmal genauer in die Geschichtsbücher gucken und das reflektieren, bevor man das so resolut im Konsens propagiert. Was ist mit unserem Rechtssystem, der Bildung, der Gesundheit, der Umwelt etc? Da hat sich nichts entwickelt? Das kann man doch nicht einfach so stehen lassen.

    Dass es manchen viel zu langsam geht, kein Thema, aber dass sich gar nichts in 100 Jahren verändert hat? Sorry das ist totaler Quatsch, kontraproduktiv und ist respektlos den Leuten gegenüber, die seit vielen Generationen für einen Wandel aktiv tätig sind/waren und dafür zum Teil ihr Leben gelassen haben.

    Finde die Thematik “Wir müssen jetzt die Welt sofort retten gegen ihr wollt die Welt doch nur beherrschen” nicht wirklich inspirierend oder aufklärend. Schade. Find es trotzdem gut und wichtig, dass ihr die Themen anpackt, also bitte nicht gleich als generelle Kritik am gesamten Format verstehen, was ich bisher sehr gut fand.

    Die grösste Wandlung findet sowieso im Kleinen statt. In den Familien, Vereinen, Initiativen, Orten etc. Aber halt meist unsichtbar, ohne grosse Flagge oder Zentralbewegung. Ohne Medienspektakel und sichtbaren Aktivismus. Aber es braucht halt seine Zeit. Wandlung kann nicht übers Knie gebrochen werden. sie findet kontinuierlich statt.

    Just my 2 cents

  • Patrick Breitenbach

    Es waren mehrere Punkte und Kommas. Nur ein spontanes Feedback und ein paar Gedanken zu Passagen eures Podcast. That’s it.

  • JulP83

    Hallo Patrick, danke für deine Kritik.
    Da ich diejenige war, die sagte, es hätte sich in den letzten 100 Jahren nichts geändert und provokativ in den Raum gestellt hat, dass sich auch nichts ändern wird, möchte ich auf deinen Punkt kurz eingehen.

    Mir ging es bei diesem Abschnitt des Gesprächs nicht um das Wertesystem der Gesellschaft. Dass sich die Werte geändert haben und man offener geworden ist, ist ganz klar. Mir ging es um die Charaktere der Menschen, die maßgeblich daran beteiligt sind, wie wir uns in Gesellschaften verhalten und miteinander umgehen. Mag für Einige ein und dasselbe sein, für mich sind das zwei unterschiedliche Dinge. Dass es erneut zu dieser Krise kommt, liegt einfach nicht nur am System, schon gar nicht an einer unbekannten Vereinigung, die irgendetwas steuert und auch nicht an namenlosen Firmen, sondern an MENSCHEN, die zuerst einmal ihren eigenen Vorteil sehen und skrupellos ihre Interessen auf Kosten Anderer verwirklichen. Das war vor 100 Jahren, vor 50 Jahren schon so und ist heute immer noch so. DAS hat sich nicht geändert und wird sich meiner Meinung nach auch nicht ändern.

    Eine Ideologie darauf aufzubauen, dass sich diese Tatsache ändert – sei es ausgelöst im Kleinen oder durch einen Wirtschaftscrash im Großen – ist einfach unrealistisch und lässt die Theorie von Zeitgeist mit all ihren weiteren Komponenten wie ein Kartenhaus einstürzen. Das hat die Empirie schon 1929 bewiesen und entspricht nicht nur meiner persönlichen Meinung. ;-)

    lg Jule

    • Patrick Breitenbach (@breitenbach)

      Hallo Jule,

      danke für dein Feedback.

      Auch da möchte ich dir widersprechen, ganz einfach weil ich es immer schwierig finde alles über einen Kamm zu scheren. ich gebe dir Recht, dass es sicherlich derzeit den Anschein macht, als seien Menschen derzeit nicht wirklich lernfähig und würden skrupellos nur den eigenen Profit nachjagen. Allerdings sind das nicht die Menschen an und für sich, die skrupellos durch die Welt ziehen. Das wäre schrecklich und wenn es so wäre, dann gäbe es beispielsweise entweder keine Occupy-Bewegung (oder ähnliche Bewegungen in Richtung Umwelt etc.) oder man müsste allen Bewegungen ebenfalls diese Profit- und Machtgier unterstellen. Da hakt dann die Argumentation sehr schnell.

      Ich glaube das große Problem heute besteht aus ganz vielen Einzelstellschrauben:

      1. Machtgierige Menschen bekommen auch schnell Machtpositionen, von denen sie gesellschaftliche Leitplanken mitbestimmen können. Umgekehrt bedeutet das, Menschen mit wenig Interesse an Machtausübung werden diese Positionen nicht beziehen, schon allein deshalb weil sie eine Abscheu dagegen haben. Wie soll sich dann etwas in den Konzernen verändern? (Gang durch die Institutionen etc. , wobei mir durchaus bewusst ist, dass Macht auch korrumpiert) Die Internettechnologie in den Kinderschuhen könnte ein Ansatz sein um Macht breit zu schultern. Aber Macht an und für sich abzuschaffen, wird nicht funktionieren (hier haben wir etwas tiefer darüber geplaudert: http://soziopod.de/2011/10/soziopod-001-the-day-after-privacy-was-passiert-eigentlich-wenn-alle-alles-uber-alle-wissen/)

      2. Ich gebe euch dahingehend recht, dass der Mensch faul und behäbig wirkt. Das liegt aber in erster Linie daran, dass er keine Verantwortung erhält, aber trotzdem medial mit Problemen zugeballert wird, die er nicht lösen kann. Der mediale Overkill (vgl. Neil Postman) führt dazu, dass wir tagtäglich mit unlösbaren und undurchschaubaren Problemen auf der Welt konfrontiert werden (Eurokrise etc.pp.), ohne das wir sie auf Anhieb vor Ort lösen können. Kein Wunder, wenn man sich in die Unterhaltung oder dem Desinteresse verkriecht, zumal jeder Mensch tatsächlich auch lokale Probleme zu bewältigen hat.

      Letzteres bringt mich auf den eigentlichen Punkt. Wenn wir uns auf lokale Probleme konzentrieren würden, also Dinge auf die wir tatsächlich unmittelbaren Einfluss haben, also zum Beispiel unsere Kinder zu vernünftigen, freidenkenden Menschen im kant’schen Sinne zu erziehen, die Bildung voranzutreiben ohne irgendetwas gleich zu verteufeln sondern sich die Tragweite der jeweiligen Perspektive bewusst zu machen. Wenn wir kapieren, dass wir alle im Kern tatsächlich Menschen sind und nicht einige von uns “Schweine” oder “Arschlöcher” – denn Ausgrenzung führt ggf. zu einer Verstärkung des Verhaltens, daher finde ich den Ansatz von Occupy mit allen zu sprechen ohne anzufeinden sehr gut. Ich denke das Stichwort lautet “Perspektivenwechsel”. Versetz dich in meine Lage, ich versetz mich in deine Lage usw.

      3. Das kapitalistische System in der neoliberalen Ausformung ist für alle günstig, die es verstanden haben und es für sich ausnutzen. Sie nutzen es deshalb skrupellos aus, weil sie durch eine Art Halo-Effekt die Konsequenzen ihres Handelns rigoros ausblenden können. Das ist ungefähr so als wenn man Atombomben von einem Bildschirm aus abfeuert. Man ist ganz weit weg und sieht nicht unmittelbar die Konsequenz daraus. Da gilt es anzusetzen und da müssen definitiv neue Regelungen kommen. Vor allem muss mal Schluss sein mit diesem Mythos des “freien Marktes”, was totaler Käse ist.

      Alles ist immer im Wandel. Es wird eher besser als schlechter. Wenige Menschen nutzen das System skrupellos für eigene Interessen auf Kosten anderer Menschen aus, was aber nicht bedeutet, dass ALLE Menschen so sind. Ja, die Menschen wirken verschlafen, liegt aber auch ein bißchen an ihrer Ohnmacht den komplexen Problemen gegenüber und dem relativ großen Wohlstand und der Distanz von Leid (was wäre dir lieber, dass alle gleich leiden, wenn es jetzt noch nicht allen gut gehen kann?). Macht lässt sich nicht abschaffen, man braucht Macht sogar um gesellschaftliche Weichen zu stellen, das wiederum benötigt Vertrauen. So lange es einem selbst gut geht, mag das Vertrauen vielleicht brökeln, aber nicht unmittelbar bewegen (wie in den USA derzeit der Fall). Und: Wir brauchen mehr emotionale und soziale Bildung um überhaupt komplexe Zusammenhänge zu begreifen.

      Sorry, es wurde wieder ausschweifend ;)

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